Der Eigenanteil für einen Platz im Pflegeheim ist in Deutschland nach einer Auswertung des Verbands der Ersatzkassen (VDEK) erneut gestiegen und lag Anfang Juli im bundesweiten Schnitt bei mehr als 3.360 Euro pro Monat.

Höhe und Anstieg des Eigenanteils

Damit lagen die Kosten um knapp 120 Euro höher als zu Jahresbeginn und um fast 260 Euro höher als im Juli des vergangenen Jahres. Zum 1. Juli 2026 wurde ein durchschnittlicher Eigenanteil von 3.364 Euro pro Monat für das erste Jahr im Heim ermittelt, wie aus der VDEK-Auswertung hervorgeht.

Im Ländervergleich am teuersten war die Pflege im ersten Heim-Jahr in Bremen mit durchschnittlich rund 3.760 Euro. Am niedrigsten war der Eigenanteil in Sachsen-Anhalt mit gut 2.890 Euro pro Monat. Die Daten basieren auf Vergütungsvereinbarungen zwischen Pflegekassen und Heimen in allen Bundesländern.

Unterschiede zwischen den Bundesländern

Ein Grund für die Entwicklung sind demnach gestiegene Personalkosten. Die Vorstandschefin des Ersatzkassenverbands, Elsner, betonte, dass es richtig sei, Pflegekräfte gut zu bezahlen. Zugleich warnte sie vor einer Überwälzung dieser Kosten auf Pflegebedürftige und deren Angehörige.

Es brauche eine Begrenzung des Kostenanstiegs, forderte Elsner mit Blick auf die geplante Pflegereform der schwarz-roten Koalition. Die Reform müsse zu einer fairen Kostenverteilung und ausgewogenen Eigenanteilen führen, sagte die Verbandschefin weiter.