Kinshasa, Demokratische Republik Kongo, 18. Mai 2026
Ein seltener Ebola-Stamm hat im Kongo und Uganda bereits über 330 Infektionen und 88 Todesfälle verursacht, während Experten die verzögerte Erkennung und die geschwächte internationale Reaktion kritisieren.
Verlauf des Ausbruchs
Der aktuelle Ebola-Ausbruch wurde erstmals am 15. Mai offiziell bekannt gegeben, doch bereits zwei Tage später erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihn zu einem internationalen Gesundheitsnotfall. Die ersten Daten zeigten 246 Verdachtsfälle und 65 Todesfälle – eine ungewöhnlich hohe Zahl für einen neu entdeckten Ausbruch.
"Mein erster Eindruck war, dass dies eine außergewöhnlich große Zahl von Todesfällen und Verdachtsfällen ist, die in einem angeblich neuen Ausbruch gemeldet wurde", sagt Boghuma Titanji, eine Infektionsmedizinerin der Emory University.
Inzwischen ist die Zahl der Todesfälle auf mindestens 88 gestiegen, mit über 330 Verdachtsfällen. Gesundheitsbehörden gehen davon aus, dass der erste bekannte Fall ein Gesundheitsarbeiter in Bunia im Kongo war, der bereits am 24. April Symptome wie Fieber, Blutungen und Erbrechen zeigte. Die Person verstarb später, wie die WHO bestätigte.
