Bei einem Drohnenangriff auf das von russischen Truppen kontrollierte Atomkraftwerk Saporischschja im Südosten der Ukraine ist nach Angaben der russischen Atombehörde Rosatom der Chefingenieur der Anlage getötet worden.
Hintergrund: Das größte Atomkraftwerk Europas unter russischer Kontrolle
Nach Darstellung des Rosatom-Chefs Alexei Likhachev griff eine Drohne der ukrainischen Streitkräfte einen Dienstwagen des AKWs an der Grenze zwischen dem Werksgelände des Kraftwerks und der Stadt Enerhodar an. „Eine Drohne der ukrainischen Streitkräfte griff einen Dienstwagen des AKWs an der Grenze zwischen dem Werksgelände des Kraftwerks und der Stadt Enerhodar an“, erklärte Likhachev laut den vorliegenden Berichten. Er sprach von einem gezielten Vorgehen: „Es sei ein zielgerichteter Angriff gewesen.“
Bei dem Angriff kam auch der Fahrer des Dienstwagens ums Leben. „Ebenso sei der Fahrer des Dienstwagens bei dem Angriff ums Leben gekommen“, hieß es in der Darstellung der russischen Seite. Zwei Tote sind damit zu beklagen, während die genauen Umstände weiterhin ausschließlich auf russischen Angaben beruhen.
Das Atomkraftwerk Saporischschja, das größte Atomkraftwerk Europas, verfügt über sechs Reaktoren mit einer Nennleistung von insgesamt 6.000 Megawatt. Die Anlage befindet sich seit der Einnahme durch russische Truppen im März 2022 unter russischer Kontrolle. Wiederkehrender Beschuss sorgt seitdem für Gefahr an dem Standort; in dem Bericht heißt es: „Immer wieder sorgt Beschuss für Gefahr.“
