Ein bislang zurückgehaltenes Gutachten im Auftrag der Länder empfiehlt die Einführung einer flächendeckenden Lkw-Maut in Österreich und beziffert deren Auswirkungen auf Verkehr, Wirtschaft und Klima.
Laut Unterlagen, die über das Informationsfreiheitsgesetz veröffentlicht wurden, sollte die Einnahme aus der Maut zweckgebunden für die Straßenerhaltung und den öffentlichen Verkehr verwendet werden. Die Berechnungen sehen darüber hinaus eine Reduktion der gefahrenen Lkw-Kilometer um rund zwei Prozent vor. Begründet wird dies vor allem mit weniger Leerfahrten, einer besseren Auslastung der Fahrzeuge und einem verringerten Ausweichverkehr auf Landes- und Gemeindestraßen.
Weniger Lkw-Kilometer und mehr Mittel für die Infrastruktur
Für die Bauwirtschaft prognostiziert die Studie ein um 0,38 Prozent höheres Produktionsniveau. Die Verfasser gehen zudem von einer CO₂-Reduktion von mehr als 75 Millionen Tonnen im Gesamtnetz aus, wenn die Maut entsprechend ihrer Konstruktion wirke. Die Autoren betonen, dass die Mittel direkt in die Sanierung der Infrastruktur und in den öffentlichen Verkehr fließen sollen, um den bestehenden Sanierungsrückstand abzubauen.
