Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Yasmin Fahimi, hat eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Beschäftigten gefordert, an der sich Arbeitgeber finanziell beteiligen müssen.

Hintergrund: 20 Millionen Beschäftigte ohne Betriebsrente

Im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) kündigte die DGB-Vorsitzende an, der Dachverband werde im Zuge der geplanten Rentenreform konkrete Eckpunkte für eine Pflicht-Betriebsrente vorlegen. Konkrete Eckpunkte kündigte Fahimi für Ende des Monats an. Die Initiative ist Teil der laufenden Debatte über die künftige Ausgestaltung der Alterssicherung in Deutschland, die angesichts des demografischen Wandels und sinkender Rentenniveaus unter Druck geraten ist.

Nach Angaben des DGB verfügen rund 20 Millionen Beschäftigte in Deutschland nicht über eine betriebliche Altersvorsorge. In der Regel liege das daran, dass sie in Betrieben ohne Tarifbindung beschäftigt seien, erläuterte Fahimi. Damit fehlt einem erheblichen Teil der Erwerbstätigen bislang eine zweite Säule der Alterssicherung jenseits der gesetzlichen Rente.