Deutschland ist am Mittwoch in New York mit seiner Kandidatur für einen nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat gescheitert; Österreich und Portugal erhielten die beiden freien Sitze der westlichen Ländergruppe.

Scheitern in New York

Die Wahl in der UN-Generalversammlung erfolgte geheim; gewählt wurden zehn nicht-ständige Mitglieder für zwei Jahre, doch im Rennen der westlichen Gruppe standen drei Kandidaten um zwei Plätze – ein ungewöhnlicher Ausgang, da für gewöhnlich exakt so viele Bewerber antreten wie Sitze zu vergeben sind. Schweden hat bislang als einziges Land seine Kandidatur für die Wahlperiode 2035/36 angekündigt, sodass die nächste Bewerbungsrunde in fernerer Zukunft liegt. Die deutschen Vertreterinnen und Vertreter reagierten mit deutlichen Worten: Johann Wadephul sprach von einer „herben Niederlage“ und einer „echten Enttäuschung“.