Die UN-Generalversammlung hat am 3. Juni 2026 in New York zwei Sitze im UN-Sicherheitsrat für die Jahre 2027 und 2028 an Portugal und Österreich vergeben, während Deutschland mit 104 Stimmen deutlich scheiterte.

Hintergrund der Kandidatur

Deutschland hatte sich zum siebten Mal um einen nicht-ständigen Sitz im mächtigsten Gremium der Vereinten Nationen beworben – und ist erneut gescheitert. Im Wahlgang der UN-Generalversammlung am 3. Juni 2026 erhielt die Bundesrepublik 104 Stimmen. Die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit lag bei 127 Stimmen. Österreich bekam 131 Stimmen und zog damit ebenso wie Portugal in den Sicherheitsrat ein. Neben den beiden europäischen Staaten wurden Kirgisistan, Simbabwe und Trinidad und Tobago gewählt.

Deutschland war zuletzt in den Jahren 2019 und 2020 Mitglied im Sicherheitsrat gewesen. Mit seiner erneuten Kandidatur wollte die Bundesregierung nach eigener Darstellung vor allem den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Reform des Gremiums auf die internationale Agenda setzen. Daraus wurde nichts. Annalena Baerbock, die frühere Bundesaußenministerin und amtierende Präsidentin der UN-Generalversammlung, gab das Ergebnis bekannt.