Wiesbaden, 08 September 2026
Die deutsche Industrieproduktion ist im Juli deutlicher zurückgegangen als von Analysten erwartet, wobei vor allem ein Sondereffekt in der Autoproduktion die Daten belastete, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.
Hintergrund zur Juli-Statistik
Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag berichtete, fiel die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe im Juli spürbar schwächer aus als von Volkswirten prognostiziert. Volkswirt Ralph Solveen von der Commerzbank wies darauf hin, dass die Juli-Schwäche überwiegend auf einen Sondereffekt in der Autoproduktion zurückzuführen sei. Er sagte wörtlich: "Auch wenn dies nach Aussage des Statistischen Bundesamtes in erster Linie auf einen Sondereffekt bei der Autoproduktion zurückzuführen ist, ist die Industrie damit recht schwach in das dritte Quartal gestartet."
Solveen ergänzte, dass die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal insgesamt wohl wieder schwächer expandieren werde als in den Quartalen zuvor. Grund sei neben dem schwachen Juli-Start auch der niedrige Wasserstand auf vielen Flüssen im August, der die Produktion zusätzlich gehemmt habe. Damit zeichnet sich für die Sommermonate eine deutlich verlangsamte Industriekonjunktur ab.
