Brühl, 16 Juli 2026

Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben am Freitag in Schloss Augustusburg in Brühl den deutsch-französischen Ministerrat abgehalten und eine engere Zusammenarbeit in Verteidigung, Industrie und Zukunftstechnologien angekündigt.

Beide Länder wollen nach Angaben aus dem Schloss Augustusburg die gemeinsame Verteidigung und Industrie stärken und bei Zukunftsthemen wie Künstlicher Intelligenz und der Energiewende enger zusammenarbeiten. Das Treffen im rheinischen Brühl gilt als Symbol für den Willen beider Regierungen, die bilateralen Beziehungen nach einer Phase der Verstimmung neu zu beleben.

Bundeskanzler Merz wies auf die historische Bedeutung des Tagungsorts hin. Das sei „der Ort, der Platz, das Schloss", in dem Frankreichs damaliger Präsident Charles de Gaulle vor 65 Jahren Bundeskanzler Konrad Adenauer einen deutsch-französischen Freundschaftsvertrag angeboten habe. Der Élysée-Vertrag sei bis heute „die Basis für unsere Arbeit", sagte Merz.

Historischer Ort und Élysée-Vertrag

Frankreichs Präsident Macron erklärte, die letzten Monate hätten „eine echte deutsch-französische Annäherung in der europäischen Agenda" gebracht. Er zeigte sich erfreut, „in dieser Zeit, die von einem strategischen Aufbruch Europas geprägt ist, aber auch die Festigung dieses deutsch-französischen Zusammenwirkens bedeutet", mit dem französischen Kabinett zu Gast in Deutschland zu sein.