Österreich diskutiert über die Einführung eines staatlichen Pensionsfonds, der das umlagefinanzierte Pensionssystem teilweise durch eine kapitalgedeckte Säule ergänzen soll; die FPÖ hat den Vorschlag von ÖVP-Politiker Christian Stocker bereits zurückgewiesen.
Das österreichische Pensionssystem beruht bisher fast vollständig auf dem Umlageverfahren: Die Beiträge der aktuell Erwerbstätigen werden direkt an die aktuellen Pensionistinnen und Pensionisten ausgezahlt. Ein staatlicher Pensionsfonds würde dieses Modell um eine kapitalgedeckte Komponente ergänzen, bei der eingezahlte Mittel am Kapitalmarkt angelegt und über die Jahre vermehrt werden.
Argumente der Befürworter
Befürworterinnen und Befürworter argumentieren, dass die kapitalgedeckte Vorsorge die demografische Belastung abfedern könne. Da die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter in Österreich sinkt und die Zahl der Pensionierten steigt, müsse ein Teil der Altersvorsorge aus den Erträgen von Kapitalanlagen finanziert werden, um die Beiträge der Jüngeren langfristig stabil zu halten.
