In Innsbruck ist Bürgermeister Johannes Anzengruber in eine Debatte um den Einsatz einer KI-gestützten Datenbrille geraten, die Fotos und Videos in hoher Auflösung aufnehmen kann und bei Teilen des Gemeinderats sowie bei einem Rechtsexperten Fragen zum Datenschutz aufwirft.

Im Zentrum der Auseinandersetzung steht eine smarte Brille mit KI-Funktion, die laut einer offiziellen Antwort Anzengrubers auf eine Anfrage im Gemeinderat hochauflösende Videos und Fotos anfertigen kann. Die politischen Parteien KPÖ und ALi hatten zuvor Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes geäußert. Ausgelöst wurde die Diskussion durch Berichte über den Einsatz des Geräts im Amtsalltag.

Anzengruber selbst veröffentlichte eine Stellungnahme auf seiner Facebook-Seite, in der er den Umgang mit der Brille erläuterte. „Bei Gesprächen, Besprechungen und Bürger:innenkontakten werden damit weder Fotos noch Videos aufgenommen. Eine Aufnahme müsste bewusst gestartet werden und wäre durch ein sichtbares Lichtsignal für alle Anwesenden erkennbar“, erklärte er. Der Bürgermeister betonte zudem: „Die Brille wird von mir in erster Linie zur Entlastung und Schonung der Augen getragen. Darüber hinaus kann ich damit telefonieren und mir eingehende Nachrichten vorlesen lassen.“