Am Flughafen Wien-Schwechat sorgt die österreichische Flugabgabe von mindestens zwölf Euro pro Passagier für Kritik, weil die Slowakei keine vergleichbare Abgabe erhebt und Billigflieger zunehmend nach Bratislava ausweichen.

Hintergrund der Debatte

Die Diskussion um die heimische Flugabgabe hat sich in den vergangenen Wochen zugespitzt. Hintergrund ist die Sorge, dass der Standort Schwechat im Wettbewerb mit dem nahen Flughafen Bratislava an Attraktivität verliert. Während Passagiere in Österreich mindestens zwölf Euro pro Flug zahlen, erhebt die Slowakei nach den vorliegenden Informationen keinerlei vergleichbare Abgabe. Dieser Preisunterschied macht Billigflugverbindungen über die slowakische Hauptstadt für viele Reisende attraktiver.

Kritikerinnen und Kritiker sehen darin eine strukturelle Benachteiligung des Wiener Flughafens. Sie argumentieren, dass die Abgabe weder einen Beitrag zum Umweltschutz leiste noch lenkend wirke, sondern lediglich eine Belastung für Passagiere und Airlines darstelle. Auch die regionale Wirtschaft befürchtet Nachteile: Niederösterreich als Standortgemeinde des Flughafens gilt als wirtschaftlich eng mit dem Airport verflochten, etwa durch Arbeitsplätze und Tourismus.