Der deutsche Leitindex DAX ist am Mittwoch um 1,4 Prozent auf 25.465 Punkte gefallen, nachdem Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormuz, US-Militärschläge gegen Ziele im Iran und die Wiedereinsetzung von Sanktionen gegen iranisches Öl die Stimmung an den internationalen Börsen eingetrübt hatten.

Zum Wochenauftakt hatte der DAX in drei aufeinanderfolgenden Handelssitzungen neue Rekordmarken erreicht und am vergangenen Montag die Marke von 25.900 Punkten überschritten. Schon am Dienstag setzte jedoch eine Wende ein: Der Broker IG schätzte den deutschen Leitindex vor dem Xetra-Start 0,3 Prozent tiefer, und kurz nach Handelsbeginn am Mittwoch rutschte der DAX zunächst um 1,1 Prozent auf 25.194 Punkte ab. Der MDAX der mittelgroßen Werte verlor kurz nach der Eröffnung 1,5 Prozent auf 32.127 Punkte.

Auslöser der Verkaufswelle war eine Zuspitzung im Nahen Osten. Nach Angriffen auf mehrere Tanker in der Straße von Hormuz hatte das US-Militär Ziele im Iran angegriffen. Iran kritisierte das Vorgehen als „schwerwiegenden Verstoß“ gegen die Rahmenvereinbarung. Als Reaktion auf die Spannungen wurden Sanktionen gegen iranisches Öl wieder in Kraft gesetzt; der Ölpreis stieg um mehr als zwei Prozent, was Sorgen vor erneuten Lieferkettenstörungen schürte.