Der deutsche Leitindex DAX hat am Donnerstag ein neues Schlussrekordhoch erreicht und vorbörslich am Freitag die Marke von 25.700 Punkten überschritten, nachdem schwächere US-Arbeitsmarktdaten die Erwartungen an Zinserhöhungen der US-Notenbank gedämpft hatten.
Im Tagesverlauf war der DAX nach der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts für Juni um bis zu 2,5 Prozent auf 25.655 Punkte gestiegen und hatte damit erstmals seit dem 13. Januar ein neues Rekordhoch erzielt. Auf Xetra schloss das deutsche Börsenbarometer 2,2 Prozent höher bei 25.580,88 Punkten – so hoch wie noch nie. Vorbörsliche Indikationen prognostizieren zeitweise einen um 0,5 Prozent höheren Start bei 25.712 Punkten. Der bisherige Allzeit-Rekord hatte bei 25.507 Punkten gelegen.
Marktbeobachter führen den Anstieg vor allem auf nachlassende Zinserhöhungserwartungen in den USA zurück. Die Daten für Juni zeigen, dass sich die Einstellungsdynamik in den Vereinigten Staaten deutlich verlangsamt hat. Westpac-Analysten erklärten: „Die Zahlen stellen das Narrativ infrage, dass die Fed in der zweiten Jahreshälfte auf Kurs für eine Zinserhöhung bleibt.“ Anleger setzten mit Blick auf die USA im Wesentlichen auf ein „Goldlöckchen-Szenario“, bei dem sich die Inflation abkühle, während der Arbeitsmarkt stabil bleibe.
