Die designierte dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat am Dienstag in Kopenhagen gemeinsam mit den Chefs der drei Koalitionsparteien das Programm einer neuen Mitte-Links-Minderheitsregierung vorgestellt, das auf die Senkung der Lebenshaltungskosten und die Fortsetzung der restriktiven Einwanderungspolitik ausgerichtet ist.

Lange Verhandlungen nach historisch schwachem Wahlergebnis

Die Verhandlungen über die Regierungsbildung hatten fast zehn Wochen gedauert – nach dänischen Maßstäben eine historisch lange Phase. Am 24. März hatte die Parlamentswahl stattgefunden, bei der die Sozialdemokraten unter Frederiksen zwar stärkste Kraft wurden, mit ihrem Ergebnis allerdings das schlechteste Resultat seit 1903 einfuhren. Die Wahl war überschattet worden von Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump gegen die dänische autonome Territorium Grönland.