Cem Özdemir (Grüne) ist am Mittwoch vom Landtag in Baden-Württemberg mit 93 von 157 möglichen Stimmen zum neuen Ministerpräsidenten gewählt worden.
Abstimmungsergebnis und Koalitionsdynamik
Özdemir erhielt die notwendige Mehrheit, doch der Start seiner Amtszeit ist von innerparteilichen Spannungen geprägt. Von den 112 Abgeordneten der grün-schwarzen Koalition aus Grünen und CDU stimmten nur 93 für ihn. Damit verweigerten 19 Abgeordnete der Regierungsfraktionen Özdemir ihre Gefolgschaft – zumindest vorerst. Über alle Fraktionen hinweg votierten 26 Parlamentarier gegen ihn, vier enthielten sich.
Die grün-schwarze Koalition verfügt im Landtag über eine Mehrheit von 112 Sitzen. Bei der Landtagswahl am 8. März waren die Grünen mit 30,2 Prozent knapp stärkste Kraft geworden, dicht gefolgt von der CDU mit 29,7 Prozent. Beide Parteien stellen jeweils 56 Mandate.
