Rund drei Monate vor den Landtagswahlen in Ostdeutschland haben führende CDU-Politiker mit scharfen Worten vor jeder Zusammenarbeit mit der AfD gewarnt und dabei auch innerparteiliche Konsequenzen angedroht.
Die CDU bereitet sich derzeit auf zwei zentrale Wahlkämpfe in Ostdeutschland vor. Am Samstag kommt die Partei in Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt zu einem Landesparteitag zusammen, um ihr Programm für die Landtagswahl am 6. September zu verabschieden. In Mecklenburg-Vorpommern findet am selben Tag ein Landesparteitag der SPD in Wismar statt, auf dem Ministerpräsidentin Manuela Schwesig als Spitzenkandidatin für die Wahl am 20. September nominiert werden soll.
Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Karl-Josef Laumann warnte im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.) vor einem Bündnis mit der AfD. Die AfD wolle all das zerstören, wofür die Union seit Adenauer stehe: "die europäische Einheit, die Westbindung, die NATO." Auf die Frage, ob er eine Zusammenarbeit mit der AfD für möglich halte, sagte Laumann, er kenne niemanden, der ein solches Bündnis wolle. Sollte die CDU dennoch kooperieren, würden er und viele Mitglieder, die er kenne, die Partei verlassen: "Das wäre das Ende der CDU; viele Mitglieder, die ich kenne, und auch ich selbst würden dann austreten."
