Der italienische Spirituosenkonzern Campari stärkt mit neuen Aperol-Spritz-Fässern, einem Zertifizierungsprogramm für die Gastronomie und zusätzlichen Produkten den Schutz seiner wichtigsten Marke Aperol gegen wachsende Konkurrenz durch Imitate und alternative Aperitifs.

Andrea Neri, Geschäftsführer der Aperitif-Sparte von Campari, erklärte in Mailand, dass das Unternehmen seit 2023 beobachtet, wie Bars und Restaurants zunehmend orangefarbene Getränke anbieten, die nicht unbedingt mit Aperol hergestellt werden. Neri wörtlich: "Seit 2023 beobachten wir, dass einige Bars und Restaurants begonnen haben, orangefarbene Getränke, oft vom Fass, zu servieren, die nicht unbedingt mit Aperol hergestellt werden." Diese Entwicklung betrifft den Heimatmarkt Italien besonders, wo der Wettbewerb am schärfsten ist.

Wachsende Konkurrenz durch Imitate

Verbraucherinnen und Verbraucher gehen laut Campari häufig irrtümlich davon aus, dass sie das Original-Aperol trinken, wenn ihnen solche orangefarbenen Spritz-Variationen serviert werden. Eine Flasche des Original-Aperols kostet etwa zehn Euro, während Nachahmerprodukte im Supermarkt mitunter 30 bis 40 Prozent günstiger angeboten werden. Der Preisunterschied ist ein zentraler Anreiz für die Verbreitung der Imitate.