Das Bundesverteidigungsministerium hat das milliardenschwere Fregatten-Projekt F126 nach massiven Kostensteigerungen und Verzögerungen gestoppt und stattdessen die Beschaffung von acht MEKO A-200-Fregatten beim deutschen Hersteller TKMS angekündigt.
Hintergrund: Das gescheiterte F126-Projekt
Das Projekt F126, das ursprünglich als größte marine-Beschaffung der Bundeswehr seit Jahrzehnten geplant war, ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums gescheitert. Verteidigungsminister Boris Pistorius teilte mit, dass der niederländische Generalunternehmer Damen Naval die zeitlichen und finanziellen Rahmenbedingungen des Vorhabens nicht habe einhalten können. Das Ministerium habe daher die Reißleine gezogen.
Die ursprünglich geplanten Kosten für die F126 hatten bei rund zehn Milliarden Euro gelegen. Nach neuen Berechnungen wären die Gesamtkosten jedoch auf bis zu 18,8 Milliarden Euro gestiegen, sollten alternative Auftragnehmer eingebunden werden. Damit hätte sich das Projekt gegenüber der ursprünglichen Planung um rund acht Milliarden Euro verteuert. Allein 2,3 Milliarden Euro an Steuergeldern sind nach Angaben eines Ministeriumssprechers bereits in das Vorhaben geflossen.
