Der Bundestag hat am Donnerstag in einer zweistündigen Orientierungsdebatte über eine mögliche Umstellung auf eine Widerspruchsregelung bei Organspenden diskutiert, ohne dass Beschlüsse gefasst wurden.

In der Debatte geht es vorerst nur um eine allgemeine Aussprache ohne Beschlüsse. Konkrete Anträge liegen dem Parlament auch noch nicht vor. Wie aus Parlamentskreisen verlautete, kommen die Abgeordneten zu einer Orientierungsdebatte zusammen, für die zwei Stunden für eine allgemeine Aussprache eingeplant sind.

Bisher ist für Entnahmen eine ausdrückliche Zustimmung erforderlich. Eine fraktionsübergreifende Abgeordnetengruppe strebt die Einführung einer Widerspruchsregelung an. Das hieße für Erwachsene: Jeder gilt automatisch zunächst als Organspender nach dem Tod - außer, man widerspricht dem aktiv.

Dritter Anlauf für eine Widerspruchsregelung