Berlin, 22 Juni 2026

Die Bundesregierung hat sich mit den Eigentümerfamilien des deutsch-französischen Rüstungskonzerns KNDS auf den Erwerb von 40 Prozent der Anteile verständigt, womit die Weichen für einen Börsengang des Leopard-2-Herstellers in Frankfurt und Paris gestellt sind.

Hintergrund: KNDS als europäisches Rüstungsunternehmen

KNDS ist einer der wichtigsten Rüstungskonzerne Europas und stellt den Kampfpanzer Leopard 2, Artilleriesysteme, Schützenpanzer und Munition her. Das Unternehmen war 2015 aus dem Zusammenschluss der deutschen Krauss-Maffei Wegmann und des französischen Konzerns Nexter hervorgegangen. Mit mehr als 11.000 Beschäftigten gehört KNDS nach Einschätzung der Bundesregierung zu den strategisch bedeutsamen Verteidigungsunternehmen des Kontinents.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters vom Sonntagabend einigte sich die Bundesregierung mit der Wegmann-Holding, in der die deutschen Eigentümerfamilien Bode und Braunbehrens zusammengeschlossen sind, auf die Übernahme von 40 Prozent der Anteile. Die Wegmann-Holding hält bisher 50 Prozent an KNDS. Im Gegenzug erklärte Frankreich, seinen eigenen Anteil von 40 Prozent vorerst nicht zu verändern. Künftig sollen beide Staaten gleich große Anteile am Unternehmen halten.