Die Bundesregierung will auf Initiative von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg beauftragen, den Schutzstatus vieler Syrer in großem Umfang zu überprüfen und zu widerrufen.

Nach Informationen mehrerer Medien plant die Bundesregierung einen weitreichenden Eingriff in die Asylverfahren syrischer Staatsangehöriger. Im Zentrum steht die Idee, die bestehenden Schutzbescheide einer erneuten Prüfung zu unterziehen und sie bei veränderter Lage im Herkunftsland konsequent zu entziehen. Anlass sei eine Neubewertung der Sicherheitslage in Syrien sowie die veränderten Machtverhältnisse nach dem Sturz des Assad-Regimes.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) treibt das Vorhaben innerhalb der Bundesregierung maßgeblich voran. Er argumentiert, dass die Schutzbedürftigkeit vieler Syrer nicht mehr im selben Maße gegeben sei wie zum Zeitpunkt ihrer Anerkennung. Die Union verweist zudem auf steigende Anforderungen an die Migrationssteuerung und fordert eine konsequentere Rückführungspolitik.