Die Bundesregierung bereitet nach Angaben des Bundesfamilienministeriums die rechtlichen Grundlagen für einen neuen Zivildienst vor und reagiert damit auf eine breite Debatte über die Rückkehr zu Wehr- und Pflichtdienst.

Aus dem Bundesfamilienministerium hieß es, derzeit liefen die Vorbereitungen für die nötigen gesetzlichen Schritte. Ziel sei es, rasch eine solide Grundlage für einen neuen Zivildienst zu schaffen, der junge Menschen für Aufgaben in sozialen Bereichen einsetzen soll.

Den Angaben zufolge haben sich bereits 22 Verbände bereit erklärt, künftig freiwillige Zivildienstleistende aufzunehmen. Damit soll das Programm auch ohne verpflichtenden Charakter kurzfristig starten können.

Breite Unterstützung aus den Verbänden

Gleichzeitig wächst der Druck, die Wehrpflicht als solche wiederzubeleben. In der politischen Debatte wird darauf verwiesen, dass die Sicherheitslage in Europa eine verlässliche Personalbasis für die Bundeswehr erforderlich mache. Mehrere Bundesländer, darunter Bayern, hatten zuletzt eine schnelle Rückkehr zu Wehr- und Zivildienst gefordert.