Bonn, 30 Juni 2026

Die Bundesnetzagentur will die Bahntochter DB InfraGo verpflichten, auf hochbelasteten Korridoren 25 bis 40 Prozent der Trassen an Wettbewerber wie Italo und Flixtrain zu vergeben, um den Wettbewerb im Fernverkehr zu stärken.

Italo als Auslöser der Regulierung

Die Bundesnetzagentur hat einen Beschluss vorgelegt, der die Stellung der Deutschen Bahn im deutschen Fernverkehr nachhaltig verändern könnte. Kern der Entscheidung: Auf stark ausgelasteten Korridoren sollen künftig 25 bis 40 Prozent der Trassen – also der exakten Fahrplan-Slots, die ein Zugbetreiber für eine bestimmte Strecke zu einer bestimmten Zeit benötigt – nicht mehr an die Deutsche Bahn gehen, sondern an konkurrierende Anbieter. Pro Strecke darf ein einzelnes Unternehmen nur noch 60 bis 75 Prozent der Kapazitäten erhalten. Damit reagiert die Behörde auf den seit Jahren beklagten Umstand, dass der Fernverkehr bislang zu 95 Prozent von dem bundeseigenen Konzern dominiert wird.