Helsinki, 16 Juli 2026

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat am 16. Juli 2026 im finnischen Helsinki eine große Zivilschutzanlage besichtigt und Finnland als Vorbild für die eigene Abwehr- und Vorsorgepolitik gegen Russland bezeichnet.

Die Delegation aus Berlin wurde am zweiten Tag einer viertägigen Reise entlang der NATO-Nordflanke in der finnischen Hauptstadt erwartet. Wadephul besuchte zunächst das norwegische Bodø und reiste anschließend weiter nach Finnland. Begleitet wurde der Bericht des ZDF-Hauptstadtstudios unter anderem durch Hinweise auf das norwegische Militärhauptquartier in Reitan, das tief in einen Berg hineingebaut ist und der Abschreckung sowie der Früherkennung dient.

In Helsinki informierte sich der Bundesaußenminister über das finnische Schutzsystem, das nach Einschätzung der Bundesregierung Modellcharakter besitzt. Die Stadt mit rund 700.000 Einwohnerinnen und Einwohnern verfügt über Schutzplätze für etwa 900.000 Menschen. Die meisten dieser Plätze befinden sich nach Angaben von Experten unter privaten Gebäuden. Die Anlage Merihaka wurde 2003 fertiggestellt, liegt rund 20 Meter unter der Erde und bietet nach offiziellen Angaben 6.000 Menschen Platz. Sie schützt unter anderem vor nuklearen Bedrohungen. Im Frieden wird die Anlage von privaten Betreibern als Sportstätte, Spielplatz und Parkplatz genutzt. Wadephul sagte: „In der Anlage Merihaka finden 6.000 Menschen Schutz unter anderem vor nuklearen Bedrohungen."