Berlin, 03 Juni 2026
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) erwartet nach einem internen Finanzbericht im laufenden Jahr ein Defizit von über acht Milliarden Euro und stellt sich auf steigende Schulden ein.
Hintergrund: Schwacher Arbeitsmarkt als Hauptursache
Die Nürnberger Behörde rechnet damit, dass die Finanzlücke 2026 bei über acht Milliarden Euro liegen könnte. Das geht aus dem regulären Finanzbericht der BA hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Wegen der erwarteten Arbeitslosigkeit sei "ein positiver Haushaltssaldo nicht darstellbar", heißt es in dem Schreiben.
Ende April betrug die Finanzlücke im BA-Haushalt nach dem Schreiben wegen der ungünstigen Arbeitsmarkt-Lage und gestiegener Ausgaben 4,1 Milliarden Euro. Eigentlich war nur mit einem 3,3-Milliarden-Euro-Defizit gerechnet worden. Der gesamte Schuldenstand könnte Ende 2026 sogar bei knapp zehn Milliarden Euro liegen, wenn man Liquiditätshilfen des Bundes für die BA des Vorjahres hinzunimmt.
