Eine von Bürgermeister Karl Mühlsteiger organisierte Protestaktion hat am Samstag zu einer stundenlangen Vollsperrung der Brennerautobahn geführt, einer der meistbefahrenen Transitstrecken Europas.
Weiträumige Umfahrungen und geringes Verkehrsaufkommen
Die Blockade begann um 11:00 Uhr mit einer Kundgebung direkt auf den Fahrbahnen und sollte bis 19:00 Uhr andauern. Für Lastwagen war die Strecke bereits ab 09:00 Uhr gesperrt. Betroffen war der gesamte Brenner-Korridor, was weiträumige Umfahrungen notwendig machte.
Die umliegenden Straßen – die Brennerstraße B182, die Ellbögener Straße L38 und die Stubaitalstraße B183 – wurden für den Durchgangsverkehr gesperrt. Nur Anrainer und Personen mit lokalem Ziel, die etwa eine Hotelbuchung oder einen Lieferschein vorweisen konnten, durften passieren.
Der ÖAMTC berichtete am frühen Nachmittag, dass das Verkehrsaufkommen insgesamt sehr gering sei. „Es ist wirklich sehr, sehr wenig los, auch auf den Ausweichstrecken“, hieß es. Der Verkehr fließe weitgehend, die Wartezeiten an der Grenze betrügen höchstens eine Stunde.
