Wegen der Entschärfung einer 250 Kilogramm schweren US-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg müssen rund 6.500 Menschen die Potsdamer Innenstadt rund um den Hauptbahnhof bis 8.30 Uhr verlassen.

Was im Sperrkreis liegt

Der Sperrkreis um den Fundort am Hauptbahnhof hat nach Angaben der Stadt einen Radius von etwa 700 Metern. Innerhalb des Sperrgebiets liegen neben dem Bahnhof auch der Landtag, die Staatskanzlei, mehrere Ministerien, das Museum Barberini, das Kunsthaus „Das Minsk", die Investitions- und Landesbank, Hotels, das Sport- und Freizeitbad Blu, Pflegeheime, eine Schule sowie eine Kita. „Wir empfehlen eine weiträumige Umfahrung des gesamten Gebietes sowie mehr Zeit einzuplanen", hieß es von der Stadtverwaltung. Die Umleitungen seien ausgeschildert.

Sprengmeister Mike Schwitzke schätzt die Dauer der Entschärfung auf 30 Minuten bis eine Stunde. Geplant sei, die Zündkette zu unterbrechen, sagte Schwitzke. „Das Ziel sei es, den Zünder mit der Hand rauszudrehen und die Bombe dann abzutransportieren." Den Eingriff selbst bezeichnete er als Routine: „Tagesgeschäft", sagte Schwitzke. Die Stadtverwaltung ließ allerdings offen, wann die Sperrungen konkret aufgehoben werden sollen. „Nach Begutachtung des Fundes sowie des Fundortes durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg wurde gemeinsam mit der Einsatzleitung der konkrete Tag der Entschärfung festgelegt", sagte eine Sprecherin.