Forschende der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien haben in einer rund zehnjährigen Versuchsreihe an der Forschungsanlage „HyTEC" in Lunz am See ermittelt, unter welchen Bedingungen der Betrieb von Wasserkraftwerken für Fische weniger belastend ist.

Veröffentlicht wurden die Erkenntnisse im Fachmagazin „Communications Earth & Environment". Im Zentrum standen sogenannte Schwall-Sunk-Belastungen, auch „Hydropeaking" genannt, also schnelle Schwankungen des Wasserpegels und der Fließgeschwindigkeit, die entstehen, wenn Wasserkraftwerke ihre Leistung rasch erhöhen oder drosseln.

Ein Faktor, der sich als überaus problematisch entpuppte, war, wenn besonders viel kaltes Wasser in das Gewässer geleitet wurde. Auch das passiert im Zusammenhang mit dem Betrieb von Kraftwerken mitunter und wird als „Thermopeaking" bezeichnet. Mit diesen sind Wassertiere laut einer Aussendung der Boku über eine Länge von insgesamt rund 800 Kilometern an Österreichs Flüssen konfrontiert.