Am 60. Verhandlungstag im Strafverfahren gegen die Hamburger Unternehmerin Christina Block hat am Montag ein 42-jähriger Israeli vor dem Landgericht Hamburg als Zeuge per Videoschalte ausgesagt, der bei der gewaltsamen Rückholung der Block-Kinder in der Silvesternacht 2023/24 einer der Fahrer gewesen sein soll.
Der Zeuge schilderte seine Gefühle nach der Tat und erklärte, er sei damals davon ausgegangen, dass es sich um eine legale Aktion gehandelt habe. „Man hat uns gesagt, es geht darum, die Kinder zu retten“, sagte der Mann laut der Verfahrensdarstellung. Er habe geglaubt, die Kinder vom „grausamen Vater“ in Dänemark wieder zur Mutter Christina Block in Deutschland zu bringen, sei legal gewesen. „Das Gefühl war sehr gut.“
Aussage des Fahrers: Glaube an eine Rettungsaktion
Nach der Übergabe sei er in seine Heimat zurückgeflogen. Der Zeuge gab an, er habe im Flugzeug eine Flasche Wein bestellt, um zu feiern, dass die Kinder gerettet seien. Erst rund ein Jahr später habe er erfahren, dass die Sachlage eine andere gewesen sei, als man ihm ursprünglich erklärt habe.
