Das österreichische Bundesbildungsministerium kann nicht mehr sagen, welche 492 Schulen es im Jahr 2019 im Programm „Schulen mit besonderen Herausforderungen“ mit Bundesmitteln unterstützt hat, weil die entsprechende Liste als verschollen gilt.
Zwei Programme, eine Lücke
Nach zwei Jahren Verfahren und einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes zur Transparenz von Schuldaten habe die Bildungsdirektion nun doch noch eine der beiden ursprünglich angefragten Schullisten übermittelt, wie der ORF Vorarlberg am Montag berichtete. Bei der freigegebenen Liste handelt es sich demnach um jene zum Programm „100 Schulen - 1.000 Chancen“. Die zweite Liste – jene zu den „Schulen mit besonderen Herausforderungen“ von 2019 – sei aber verschollen.
Hintergrund ist eine Anfrage der NEOS im Vorarlberger Landtag aus dem Jahr 2024 zu zwei Förderprogrammen des Bundes, unter anderem zum 2019 begonnenen Programm „Schulen mit besonderen Herausforderungen“. Die Bildungsdirektion verweigerte die Herausgabe jedoch. Wesentliches Merkmal des Projektes sei, dass die betroffenen Schulen nicht bekannt geben würden, so die Begründung. Der ORF Vorarlberg stellte daraufhin einen Antrag auf Herausgabe der Schulstandorte, was die Bildungsdirektion aber weiter verweigerte.
