Todd Blanche, 51, ist am Mittwoch im US-Senat bei einer Anhörung zur Nominierung als US-Generalbundesanwalt auf scharfe Kritik demokratischer Senatoren gestoßen, die ihm vorwerfen, das Justizministerium zum politischen Werkzeug gegen Donald Trumps Gegner zu machen.
Anhörung und Vorwürfe
Blanche, der zuvor als persönlicher Anwalt Trumps tätig war, soll den frei gewordenen Posten an der Spitze des Justizministeriums dauerhaft übernehmen. Im Frühjahr hatte Trump zunächst Pam Bondi als Generalbundesanwältin entlassen und Blanche vorübergehend als geschäftsführenden Nachfolger eingesetzt. Für eine dauerhafte Bestätigung ist die Zustimmung des Senats erforderlich.
Bei der Anhörung stellten insbesondere die demokratischen Senatoren Chris Coons und Sheldon Whitehouse Blanche scharf infrage. Sie warfen ihm vor, Mitarbeiter entlassen zu haben, die als nicht loyal gegenüber dem Präsidenten eingestuft worden seien, und das Ministerium gezielt gegen politische Gegner Trumps einzusetzen. Coons erklärte, Blanche verfolge "die politischen Gegner des Präsidenten und entlässt einfache Staatsanwälte sowie FBI-Agenten".
