Nach mehr als zehn Monaten Bauzeit ist die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin am Sonntag wieder für den regulären Zugverkehr freigegeben worden, der erste ICE verließ Hamburg Hauptbahnhof um 5:36 Uhr mit geringer Verspätung Richtung Hauptstadt.
Eröffnung mit sechs Wochen Verspätung
Die Deutsche Bahn (DB) bestätigte die Wiederinbetriebnahme der rund 280 Kilometer langen Verbindung. „Die Strecke ist wieder freigegeben, zwischen Hamburg und Berlin rollen die ersten Züge“, teilte das Unternehmen mit. Bereits am Samstagabend hatte demnach der Güterverkehr auf der frisch sanierten Strecke begonnen, am Sonntag folgten die Fern- und Regionalzüge in beiden Richtungen. Zwischen den beiden Großstädten verkehren die Züge nun wieder im Halbstundentakt.
Die Generalsanierung der Verbindung hatte am 1. August 2025 begonnen und war ursprünglich bis zum 30. April 2026 geplant gewesen. Ein harter Winter mit Frost, Schnee und Glätte sowie zugefrorener Boden hatten die Arbeiten jedoch zwischenzeitlich verzögert, sodass die Inbetriebnahme erst rund sechs Wochen später erfolgte. Die DB sprach von der größten Korridorsanierung, die im Rahmen des bis 2036 geplanten Sanierungsprogramms bislang abgeschlossen wurde.