Die Deutsche Bahn will ihr milliardenschweres Sanierungsprogramm für rund 40 wichtige Hauptstrecken umfassend überprüfen, nachdem die Generalsanierung der Strecke Nürnberg-Regensburg nicht im geplanten Zeitraum fertiggestellt werden kann.

Die Konzernchefin Evelyn Palla und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) stellten das Vorgehen am Dienstag bei einem gemeinsamen Auftritt vor. Auslöser der Überprüfung sind Verzögerungen von mehreren Wochen bei der Generalsanierung Nürnberg-Regensburg, die seit Februar vollständig gesperrt ist. Es ist bereits die zweite Generalsanierung, die nicht planmäßig fertig wird – auch die Sanierung der Strecke Hamburg-Berlin hatte sich im Frühjahr um mehrere Wochen verzögert.

Konkret kündigte Palla an, „die Art und Weise, wie wir mit der Korridorsanierung umgehen, wie wir planen, wie wir umsetzen, wie wir in Betrieb nehmen“ auf den Prüfstand zu stellen. Das Konzept der Vollsperrungen solle dabei grundsätzlich erhalten bleiben, hieß es. Bis Mitte der 2030er-Jahre will die Deutsche Bahn rund 40 besonders wichtige Strecken grundlegend erneuern. Von Strecke zu Strecke seien die Pläne aber bereits heute leicht abgewandelt worden, insbesondere beim Umfang der Baumaßnahmen.