Die australische Regierung hat angekündigt, die Strafen für große Technologiekonzerne zu verdoppeln, weil diese das vor sechs Monaten eingeführte Verbot sozialer Medien für unter 16-Jährige nur unzureichend umsetzen.
Kommunikationsministerin Anika Wells erklärte am Samstag, die australische Regierung werde den Höchstbetrag für Geldbußen bei systematischen Verstößen von 49,5 Millionen auf 99 Millionen Australische Dollar anheben, was nach aktuellem Wechselkurs rund 60 Millionen Euro entspricht. Dem Schritt vorausgegangen war eine Überprüfung, die zeigte, dass die erst im Dezember 2025 in Kraft getretene Altersgrenze bislang kaum Wirkung entfaltet hat.
Höhere Bußgelder und erweiterte Befugnisse
Premierminister Anthony Albanese begründete die Verschärfung mit deutlichen Worten: „Es ist klar, dass die großen Tech-Konzerne nicht genug tun, um das Gesetz einzuhalten – es sind immer noch zu viele Kinder in den sozialen Medien.“ Die Regierung sehe sich daher gezwungen, den rechtlichen Rahmen nachzuschärfen und den Druck auf die Plattformen zu erhöhen.
