In Belfast haben hunderte maskierte Demonstranten am Dienstagabend im Zuge anti-einwanderungspolitischer Proteste Fahrzeuge, ein Gebäude und Müllcontainer in Brand gesetzt, Straßen blockiert und Molotowcocktails geworfen, nachdem am Vorabend ein Mann bei einer Messerattacke schwer verletzt worden war.

Hintergrund: Was geschah am Dienstagabend in Belfast?

Die Gewalt brach in der Hauptstadt Nordirlands am Dienstagabend aus. Nach Berichten von Journalisten der Nachrichtenagentur AFP versammelten sich an verschiedenen Orten in Belfast hunderte Menschen, viele von ihnen maskiert. Wie Luftaufnahmen des Nachrichtensenders Sky News zeigen, stieg in verschiedenen Teilen der Stadt dichter schwarzer Rauch auf. Agenturen zitieren einen Bewohner, der berichtet, die Demonstranten hätten Molotowcocktails geworfen.

Auslöser war ein Messerangriff am Tag zuvor, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Ein vor den Protesten in Onlinediensten veröffentlichtes Video zeigt einen Täter, der einen am Boden liegenden, blutüberströmten Mann mehrfach mit einem Messer attackiert und offenbar versucht, ihm die Kehle durchzuschneiden. In der Aufnahme versuchen später mehrere Personen, den Angreifer vom Opfer zu trennen. Das Opfer wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei hat dazu aufgerufen, das Video nicht weiter zu verbreiten und die Ermittlungen nicht durch soziale Medien zu beeinflussen.