London, 06 Juni 2026

Die britische Regierung hat US-Vizepräsident JD Vance vorgeworfen, sich nach dem Mord an dem 18-jährigen Studenten Henry Nowak in Southampton in die Angelegenheiten des Vereinigten Königreichs einzumischen und Spannungen zu schüren.

Der 18-jährige Henry Nowak war im Dezember vergangenen Jahres im südenglischen Southampton von einem 23-Jährigen getötet worden. Wie der Prozess ergab, war der Student zuvor mit einem Messer schwer verletzt worden. Wenig später starb er am Boden liegend, nachdem er mehrmals "I can't breathe" ("Ich kann nicht atmen") gerufen hatte. Ein während des Verfahrens öffentlich gewordenes Video zeigt zudem, wie Polizisten dem schwer verletzten 18-Jährigen Handschellen anlegten, anstatt ihm zu helfen.

Am Montag wurde der 23-jährige Vickrum Digwa wegen Mordes an Nowak verurteilt und zu einer Mindesthaftstrafe von 21 Jahren verurteilt. Der Täter gehört laut den Fakten der Sikh-Minderheit an. Der Fall hatte in den vergangenen Tagen in Großbritannien eine breite Debatte über ungleiche Behandlung und Rassismus ausgelöst. Bei einem Protest in Southampton war es am Dienstag zudem zu Krawallen gekommen.