In Deutschland sind nach Berechnungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbands 16 Prozent der Bevölkerung von Armut betroffen, der höchste Wert seit 2020.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat in seinem neuen Armutsbericht eine Armutsquote von 16 Prozent für Deutschland vorgelegt. Damit ist der Anteil der Menschen, die nach der EU-Definition als arm gelten, so hoch wie seit dem Jahr 2020 nicht mehr. Vor zwei Jahren hatte der Verband die Gesamtquote noch mit 14,4 Prozent angegeben. Joachim Rock, sagte im Deutschlandfunk, die Armutsquote sei damit „zwei Mal in Folge“ gestiegen.

Wie Armut in Deutschland gemessen wird

Der Verband stützt sich auf die EU-Definition, wonach als arm gilt, wessen Haushalt weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens aller Haushalte in Deutschland zur Verfügung hat. In die Berechnung fließen neben Erwerbseinkommen auch Wohngeld, Kindergeld und andere Sozialleistungen ein. Im Jahr 2025 lag die Schwelle demnach für eine alleinstehende Person bei 1.445 Euro im Monat.