Nach Berechnungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) lag die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von Menschen im Alter zwischen 20 und 64 Jahren in Deutschland im Jahr 2025 um 0,3 Stunden unter dem Rekordniveau von 2023.
Der Wert sinkt damit leicht, fällt aber nicht dramatisch. Das Institut wertet seine Daten als Hinweis darauf, dass die wöchentliche Arbeitszeit pro Kopf langfristig nicht weiter zunimmt. Für die Analyse greift das BiB auf Berechnungen zur Erwerbsbevölkerung und zur geleisteten Arbeitszeit zurück.
Bemerkenswert ist die Verschiebung innerhalb der Altersgruppen. Ältere Beschäftigte tragen demnach einen wachsenden Anteil der gesamten Arbeitslast. Dieser Anstieg bei den Älteren fällt stärker aus als der Rückgang bei jüngeren Erwerbstätigen.
Verschiebung zwischen den Altersgruppen
Das BiB sieht in dieser Entwicklung mehrere mögliche Ursachen. Einerseits verändern sich die Erwerbsbiografien: Wer heute 60 oder älter ist, arbeitet häufiger weiter als frühere Generationen. Andererseits steigt die Erwerbsbeteiligung von Frauen, während Jüngere verstärkt in Teilzeit oder Ausbildung wechseln.
