Linz, 17 Juli 2026

Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat darauf hingewiesen, dass im Jahr 2025 fast 75 Prozent der Beschäftigten im Land trotz einer Erkrankung zur Arbeit gingen, und führt das auf steigenden Arbeits- und Zeitdruck zurück.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich (AK OÖ) hat aktuelle Daten zum Krankenstand und zum Verhalten erkrankter Beschäftigter vorgelegt. Demnach haben so viele Menschen wie nie zuvor krank gearbeitet. Präsident Andreas Stangl sprach von einer besorgniserregenden Entwicklung und verwies auf den engen Zusammenhang zwischen Arbeitsbelastung und Präsentismus, also dem Gang zur Arbeit trotz Krankheit.

Die durchschnittliche Krankenstandsdauer in Oberösterreich lag 2025 bei 15,4 Tagen und damit ein leichter Rückgang zu 2024 (15,5 Tage). Dieser Rückgang geht aus Sicht der AK OÖ nicht mit einer besseren Gesundheitslage der Beschäftigten einher. Im Gegenteil: Stangl wies darauf hin, dass die Krankenstandstage sinken, obwohl sich die Gesundheitsversorgung deutlich verschlechtert hat und die Wartezeiten inakzeptabel lange sind.