In Rheinland-Pfalz hat die Meldestelle Antiziganismus (MIA) im Jahr 2025 insgesamt 100 Vorfälle von Diskriminierung, Beleidigung und Gewalt gegen Sinti und Roma registriert, was nahezu einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Bundesweit wurden im aktuellen Jahresbericht für 2024 sogar 1.678 antiziganistische Vorfälle erfasst. Die MIA-Bundesstelle wird die genauen nationalen Zahlen für das vergangene Jahr nach Angaben ihres Geschäftsführers Guillermo Ruiz in Kürze veröffentlichen.
Der Anstieg in Rheinland-Pfalz ist drastisch: 2025 gingen 41 Meldungen mehr ein als im Jahr zuvor. MIA-Vorstandsmitglied Christian Kling sprach von einer „immer feindseligeren Stimmung in der Gesellschaft“, in der Spaltung allgegenwärtig sei. Er geht zudem von einer hohen Dunkelziffer aus, da viele Betroffene aus Angst vor negativen Konsequenzen und aus Misstrauen gegenüber Behörden keine Anzeige erstatten.
