Knapp 17 Jahre nach dem Absturz eines Air-France-Flugzeugs zwischen Rio de Janeiro und Paris mit 228 Toten hat ein französisches Gericht Air France und Airbus im Berufungsverfahren der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen.

Die Unternehmen seien "alleine und komplett verantwortlich", erklärten die Richter am Donnerstag in Paris.

Das Berufungsgericht verhängte gegen beide Unternehmen eine Geldstrafe von jeweils 225.000 Euro.

In der ersten Instanz waren Air France und Airbus 2023 noch freigesprochen worden.

Der Airbus A330 war am 1. Juni 2009 auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris in den Atlantik gestürzt.

Alle 228 Insassen kamen ums Leben, darunter 28 Deutsche.

Das Wrack und die Blackbox des Flugzeugs wurden erst im Mai 2011 aus etwa 4.000 Metern Tiefe geborgen.

Technische Mängel und Versäumnisse

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Airbus die Folgen eines Versagens der Geschwindigkeitssensoren unterschätzt hatte.