Der Bundesvorstand der AfD wird die beim Landesparteitag in Marl beschlossene Kandidatenliste für die NRW-Landtagswahl 2027 nicht weiter anfechten und stattdessen eine Untersuchungskommission für den tief zerstrittenen Landesverband einsetzen.
Wie der WDR aus AfD-Kreisen erfahren hat, wird der Bundesvorstand der Partei keine weiteren Anstrengungen unternehmen, die an den letzten beiden Wochenenden beschlossene Kandidatenliste für die NRW-Landtagswahl 2027 in Frage zu stellen. Damit endet vorerst eine wochenlange innerparteiliche Auseinandersetzung, die den Landesverband der AfD in Nordrhein-Westfalen schwer erschüttert hat.
Bereits vor Beginn des zweiten Parteitagswochenendes der NRW-AfD am Freitag in Marl hatte die Bundesparteispitze den NRW-Landeschef aufgefordert, den Parteitag abzubrechen. Das wurde mit angeblichen Beeinflussungen und Bedrohungen gegen Delegierte am ersten Wochenende des Parteitags begründet. Gestellt hatte den Antrag der AfD-Bundestagsabgeordnete Christian Zaum. Dieser Forderung widersprachen die Delegierten am Freitag in einer Abstimmung aber mit großer Mehrheit. Ein entsprechender Antrag wurde in Marl allerdings abgelehnt.
