Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und Wolfram Weimer haben am Mittwoch in Berlin der Opfer der Teilung Deutschlands gedacht und den Jahrestag des Mauerbaus vor 65 Jahren zum Anlass für eine Mahnung an die Demokratie genommen.
Am 13. August 1961 hatte die SED-Führung der Deutschen Demokratischen Republik mit dem Bau der Berliner Mauer begonnen und die Stadt über Jahrzehnte in zwei Hälften geteilt. 65 Jahre nach diesem Einschnitt kamen Bundestagspräsidentin Klöckner und Wolfram Weimer, Präsident der Kultur- und Kreativwirtschaft, in Berlin zu einer Gedenkveranstaltung zusammen, um der Menschen zu gedenken, die durch Mauertod, Schießbefehl und Repression ums Leben kamen oder in ihrer Freiheit eingeschränkt wurden. Die Veranstaltung im Zentrum der Hauptstadt stand im Zeichen der Erinnerung an die Opfer und der Verantwortung gegenüber künftigen Generationen.
In ihren Reden verwiesen Klöckner und Weimer auf die Verpflichtung, die Erinnerung an die DDR-Diktatur wachzuhalten. Weimer sagte laut den vorliegenden Berichten: 'Niemand muss sich dafür rechtfertigen, eine glückliche Kindheit, gute Nachbarschaften oder schöne persönliche Erfahrungen gehabt zu haben. Aber eine glückliche Kindheit macht aus einer Diktatur noch keinen guten Staat.' Mit dieser Aussage grenzte er sich ausdrücklich von Versuchen ab, die DDR zu verharmlosen, und betonte die Unvereinbarkeit persönlicher Erlebnisse mit einer politischen Gesamtbilanz der SED-Herrschaft.
