Die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) hat in Wien einen 35-jährigen russischen Staatsbürger festgenommen, der mutmaßlich 23 Griffstücke und Läufe der Marken Glock, SCT und Lone Wolf illegal für rund 4.500 Euro verkauft haben soll.
Wie das Innenministerium am Montag mitteilte, war der Mann der DSN bereits im Zusammenhang mit früheren Waffenkäufen und -verkäufen bekannt. Ein Sprecher des Innenministeriums bestätigte gegenüber der APA die Festnahme. Die Ermittler werfen dem 35-Jährigen vor, in Österreich Waffenteile erworben, illegal weiterverkauft und teilweise per Post ins Ausland verschickt zu haben.
Im Zentrum des Verfahrens stehen 23 Griffstücke und Läufe der Marken Glock, SCT und Lone Wolf, die für rund 4.500 Euro angeboten worden sein sollen. Damit fällt der Fall in jenen Bereich, den die Behörden als Handel mit sogenannten nicht wesentlichen Waffenteilen einstufen.
Worüber die Ermittler berichten
Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) sprach von einem "bedeutenden Schlag gegen den internationalen Waffenschmuggel" und betonte, dass die Verschärfung des Waffengesetzes Wirkung zeige. In der Aussendung wurde er mit den Worten zitiert: "Die Verschärfung des Waffengesetzes zeigt Wirkung – der illegale Waffenhandel wird massiv zurückgedrängt."
Auch Staatssekretär Jörg Leichtfried (SPÖ), der im Innenministerium für die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst zuständig ist, gratulierte den Ermittlern. Er sagte: "Die Ermittlungen zeigen einmal mehr, welche Gefahr vom Handel mit Waffenteilen wie Griffstücken und Gehäusen ausgeht. Daher bin ich sehr froh, dass wir im letzten Jahr diese gefährliche Gesetzeslücke schließen und damit auch den Verfassungsschutz in seiner täglichen Arbeit stärken konnten."
