Ein 27-jähriger Mann wurde in Untersuchungshaft genommen, nachdem er gestanden hatte, eine 28-jährige Frau in Kottingbrunn erschossen zu haben.
Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt hat die Untersuchungshaft für den 27-jährigen Verdächtigen beantragt, der am Mittwoch in Polizeigewahrsam genommen wurde. Die U-Haft soll voraussichtlich bis zum 5. Juni dauern.
Der Verdächtige gestand die Tat und gab an, dass er die Frau aufgrund einer persönlichen Kränkung erschossen habe. Die beiden hatten eine Beziehung und sich über Facebook kennengelernt.
Die 28-jährige Frau wurde am 14. Mai von ihren Eltern leblos in ihrer Wohnung in Kottingbrunn aufgefunden. Die vorläufige Obduktion ergab, dass sie an einem Kopfschuss starb.
Hintergrund
Der Verdächtige soll die Frau dreimal in den Kopf geschossen haben, wobei er eine legal erworbene Pistole verwendete. Es gab keine Anzeichen eines Einbruchs, was darauf hindeutet, dass die Frau den Verdächtigen freiwillig in ihre Wohnung gelassen hatte.
In den Stunden rund um die Tat postete der Verdächtige auf seinem Profil in sozialen Medien ein Selfie aus dem Fitnessstudio. Die verwendete Munition war Kaliber 22, die häufig von Sportschützen oder bei der Jagd auf Niederwild verwendet wird.
Die Eltern der Frau entdeckten ihre leblose Tochter am 14. Mai in der Wohnung. Der genaue Zeitpunkt des Verbrechens wird auf diesen Tag geschätzt.
Ermittlungen
Der Verdächtige und das Opfer standen bis zum Zeitpunkt der Tat in regelmäßigem telefonischem Kontakt. Die Ermittlungen gehen davon aus, dass die Frau den Verdächtigen in ihre Wohnung gelassen hatte.
Der 27-jährige Mann wurde nach seiner Festnahme in die Justizanstalt Wiener Neustadt gebracht. Die Staatsanwaltschaft hat die Untersuchungshaft beantragt, die voraussichtlich bis zum 5. Juni dauern wird.
