Dem TSV 1860 München ist die Lizenz für die 3. Liga entzogen worden, weil der Investor Hasan Ismaik eine notwendige Finanzierungszusage nicht erfüllt hat; der Traditionsklub muss damit in die Regionalliga Bayern.

Hintergrund: Fehlender Liquiditätsnachweis

Der TSV 1860 München steht vor einem erneuten sportlichen und wirtschaftlichen Tiefpunkt. Wie der Verein am Donnerstag mitteilte, konnte der nötige Liquiditätsnachweis beim Deutschen Fußball-Bund nicht erbringen werden. Ursache sei eine nicht erfüllte Finanzierungszusage des Investors Hasan Ismaik und mit ihm verbundener Firmen. Damit fehlt dem Klub die wirtschaftliche Grundlage, um in der dritten Liga anzutreten. Nach bisheriger Lesart ist der Gang in die Regionalliga Bayern unausweichlich.

Berichten zufolge habe Ismaik Darlehensvereinbarungen, die für die Erteilung der Lizenz erforderlich gewesen wären, erneut zurückgezogen und dem Mutterverein eine Liste von Forderungen präsentiert. Eine Einigung kam nicht zustande. Der aus Jordanien stammende Ismaik hatte bereits 2017, nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga, eine Zahlung von rund zehn Millionen Euro verweigert, die für eine Drittliga-Lizenz nötig gewesen wäre. Damals wie heute endete der Konflikt in einem Lizenzentzug.