Der TSV 1860 München ist nach dem Scheitern einer Finanzierungszusage von Investor Hasan Ismaik in die Regionalliga Bayern zwangsabgestiegen und muss den Neuanfang in der vierten Liga organisieren.

Hintergrund: Wie kam es zur Lizenzverweigerung?

Die Meldung schlug am 4. Juni 2026 in München ein: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verweigerte dem TSV 1860 München die Lizenz für die 3. Liga, weil der Klub den erforderlichen Liquiditätsnachweis nicht erbringen konnte. Wie der Verein mitteilte, lag die Ursache in einer nicht erfüllten Finanzierungszusage des Investors Hasan Ismaik und mit ihm verbundener Unternehmen. Damit ist der Gang in die Regionalliga Bayern besiegelt – die vierte Spielklasse im deutschen Fußball.

Bereits am Vortag hatte sich abgezeichnet, dass der traditionsreiche Verein den Sprung in die dritte Liga nicht würde halten können. Dem Vernehmen nach fehlten 2,7 Millionen Euro, um die Lizenzauflagen zu erfüllen. Der Klub sprach von einer Kettenreaktion: Hasan Ismaik habe bestehende Darlehensverträge zum Ende Mai gekündigt und anschließend Forderungen an den Mutterverein gestellt, die dieser aus grundsätzlichen rechtlichen und wirtschaftlichen Erwägungen nicht habe akzeptieren können. Eine Einigung kam nicht zustande. Die Vereinsführung kündigte an, rechtlich gegen die Darlehenskündigungen vorzugehen.