Für die vier Zentraldirektionen und die neun Landesdirektionen des ORF haben sich 105 Personen mit insgesamt 142 Bewerbungen gemeldet, wie der designierte Generaldirektor Clemens Pig bekannt gab.

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist in der Nacht auf den 15. Juli zeichnet sich ein ungewöhnlich großes Interesse an den Spitzenjobs des ORF ab. Insgesamt 105 Personen reichten 142 Bewerbungen für die 13 ausgeschriebenen Top-Positionen ein. Etwa die Hälfte der Bewerbungen stammt nach Pigs Angaben aus dem ORF selbst, die andere Hälfte kommt von extern. Die Geschlechterverteilung fällt dabei klar zugunsten der Männer aus: Rund 60 Prozent der Bewerbungen stammen von Männern, 40 Prozent von Frauen.

Pigs Botschaft: Aufbruchstimmung im Haus

Pig bewertet die hohe Zahl als positives Signal. Die Bewerbungen zeigten "eindrucksvoll die Aufbruchstimmung und die große Reform- und Begeisterungsfähigkeit im Unternehmen". Auch das große Interesse an der neu geschaffenen Direktion 'Audience & Plattformen' wertete Pig ausdrücklich: "Besonders freut mich das hohe Interesse an der neuen Direktion 'Audience & Plattformen'. Im Zusammenspiel mit allen eingegangenen Bewerbungen ist das ein klares Signal des ORF für die digitale Gegenwart und für die gemeinsame Zukunft des österreichischen Medienstandorts".

Beworben werden insgesamt 13 Spitzenpositionen: die vier Zentraldirektionen 'Audience und Plattformen', 'Finanzen und Verwaltung', 'Programm und Brands' sowie 'Technologie und Innovation' sowie die neun Landesdirektionen in den Bundesländern. Am stärksten umkämpft ist laut Pig die neu geschaffene Direktion 'Audience & Plattformen', die künftig auch den bisherigen Radio-Bereich einschließt und digitale Plattformen bündelt.