Zwei Demonstranten sind am Montag bei Protesten gegen eine geplante US-Ebola-Quarantänestation in der kenianischen Stadt Nanyuki durch Schussverletzungen ums Leben gekommen, wie Mitveranstalter Patrick Wahome am Dienstag mitteilte.

Die Demonstration richtete sich gegen den Bau einer 50-Betten-Anlage auf dem Stützpunkt der Laikipia Air Force Base, in der US-Bürger untergebracht werden sollen, die in der Demokratischen Republik Kongo oder in Uganda dem Ebola-Virus ausgesetzt waren, aber noch keine Symptome zeigen. Hunderte Menschen beteiligten sich nach Angaben der Organisatoren an dem Protest. Nach Darstellung Wahomes eröffnete die Polizei das Feuer auf die Menge, als die Lage außer Kontrolle geriet.

Ein Polizeisprecher erklärte gegenüber Medien, er sei sich keiner Todesopfer bewusst. Ein Insider aus Sicherheitskreisen bestätigte hingegen die Todesfälle, wollte sich zur Ursache jedoch nicht äußern. Die Polizei äußerte sich zunächst nicht weiter zu den Vorwürfen, mit scharfer Munition geschossen zu haben.